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Regensburg
hat seit dem Altertum viele Höhen und Tiefen erlebt – aus unserer
subjektiven Sicht gab es erst vor wenigen Wochen einen weiteren
Höhepunkt: Das Jahrestreffen unserer Sinatra Society.
Bevor ich
zum tatsächlichen Bericht komme, möchte ich – und ich denke ich spreche
hier allen Teilnehmern aus der Seele – dem Veranstaltungsteam einen
ganz besonderen Dank auszusprechen: Andreas „Miner“ Bergmann, Matthias
„Hias“ Müller und Thomas „Tom“ Kunert. Keine Sorge, ich hab ihn nicht
vergessen, ich möchte ihn nur ganz besonders hervorheben. Denn unser
aller Dank gilt wohl ganz besonders Franz Lanzl, der unermüdlich und
mit stoischer Gelassenheit sowie einer unglaublicher Professionalität
stets für uns alle da war.
[Bilder des Treffens gibt es in unserer Bildergalerie ]
„Regensburg 2007“ wird lange in
unserer Erinnerung bleiben. Es war ein Treffen der Superlative, ein
Treffen mit absoluter Rekordbeteiligung und gleichzeitig ein Treffen
mit so vielen Neulingen wie noch nie. Die Neugierde, die wunderschöne
Donaustadt kennenzulernen, und wohl auch die zentrale Lage für
Anreisende aus ganz Deutschland, Österreich und der Schweiz waren wohl
mit ein Grund dafür; und natürlich die kulinarischen Verlockungen der
typisch „leichten“ Küche Bayerns. Keine Sorge, die verzehrten
Borstentiere waren allesamt Vegetarier!
Alleine aus
touristischer Sicht zeigte sich Regensburg von seiner besten Seite –
nämlich seinem Namen ganz und gar nicht entsprechend: Sommerlich warm
und trocken war das Wetter, wodurch auch die zahlreichen Bierbrauer der
nördlichsten Donaustadt was von unserer Zusammenkunft hatten.
Das
Fronleichnam-Wochenende sollte sich ebenfalls als glücklicher Termin
herausstellen, wobei die Veranstalter den Ruhetag vor der stressigen
Aufgabe nicht so recht genießen konnten – ein Teil der Abordnung aus
einem ebenfalls katholischen Nachbarland hat die Gunst der Stunde
beziehungsweise den freien Tags genützt, und ist einfach schon vorher
angereist. Aus Wien deshalb noch ein spezieller Dank für die tolle
Betreuung, und meine Entschuldigung an die unbekannten und hungrig
gebliebenen Einheimischen, deren – bereits ausverkauften –
Schweinshaxen die ach so Weitgereisten im Klostergarten verspeisen
durften.
Am Freitag, ist es dann quasi offiziell losgegangen.
Die mittelalterliche Altstadt war der Treffpunkt der nach und nach
Anreisenden. Dazwischen gab es aber stets „Programm“. Die gar nicht
karge Herberge der Familie Thurn und Taxis wurde ausgiebig bestaunt.
Gestaunt werden durfte auch im Luka unseres Mitglieds Pero Lisov über
die spontane Swing-Party, und über die eigens angefertigten
Sinatra-Videos von Andreas Bergmann.
Danach gab es noch eine
nächtliche Führung durch die Altstadt, bei der professionelle
Schauspieler in historischen Gewändern manch dunkle Episode dieser
Stadt durchaus humorvoll und lehrreich dargeboten haben. Wer dabei war,
wird künftig bei der Verwendung der Formulierung „mit Kind und Kegel“
mehr Obacht geben.
Eine kurze Nacht später gab es die Geschichte
Regensburgs aus der Vogel-Perspektive. Nein, kein Rundflug, sondern
eine abwechslungsreiche Führung von unserem Historiker Dr. Bernhard
Vogel. Nur soviel, der Verfasser des Vegas-Sonderhefts kennt sich
offenbar auch in seinem studierten Fachgebiet gut aus.
Per
Schiff ging es später die Donau stromabwärts zur Kultstätte Walhalla.
Verzweiflung konnte man hier in manchen Gesichtern lesen, denn dieser
symbolträchtige Ort mit seiner Sammlung führender Köpfe zur
Nationsfindung Deutschlands (gespickt übrigens mit zahlreichen
Österreichern – das muß hier Mal gesagt werden) liegt von der
Schiffsanlegestelle lediglich ein paar Hundert Meter entfernt –
Höhenmeter. Nun, wir haben den Anstieg ganz ohne Sauerstoffzelt
geschafft, und wurden postwendend durch einen herrlichen Ausblick und
interessante Einblicke entschädigt.
Zurück im geschickt
ausgewählten Quartier wurden wir dann ganz amtlich: die
Mitgliederversammlung stand am Programm. Sie ist diesmal recht kurz
geraten, denn es stand schon wieder ein Abendprogramm vor der Tür. Dort
haben es auch die meisten genossen: Durch die Glaswand – das war genial
– konnten die Videos auf der Großleinwand fast ebenso gut betrachtet
werden. An diesem lauen Sommerabend verwandelten deshalb die meisten
den Garten davor in eine gelungene Mischung aus Biergarten und
Heurigen; bis in die Morgenstunden und im Hintergrund – aber doch
formatfüllend – Frank.
Sonntags wollten Hartgesottene noch den
letzten Programmpunkt – eine Donaufahrt stromaufwärts – in Angriff
nehmen. Doch diesmal hielt das Wetter nicht, was aber weniger am
niederschlagsreichen Veranstaltungsort, als vielmehr einer heftigen
Wetterfront lag, die alle drei Veranstaltungsländer flächendeckend
heimgesucht hat.
Fast jeden, den ich im Nachhinein zu seinen
Eindrücken gefragt habe, war nicht einfach positiv gestimmt, sondern
voller Begeisterung, und das ganz ohne Übertreibung. Wie jedes Jahr
bleibt mir deshalb als Fazit die Erkenntnis, dass es das beste
Jahrestreffen in der Geschichte der DSS war. Gut, das sage ich jedes
Jahr. Nur was soll ich machen: Es stimmt ja auch!
-Alfred Terschak
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